20% Ihrer Produkte finanzieren den Rest – und der Rest kostet mehr als er bringt.

Profitabilität des Produktportfolios

Variantenvielfalt entsteht selten als bewusste Entscheidung. Jede neue Kundenanforderung, jede Marktanpassung, jedes "das bauen wir noch schnell" addiert sich. Irgendwann ist die Frage nicht mehr, ob die Vielfalt beherrschbar ist, sondern wann sie es aufgehört hat zu sein.

Gerade in der Konsolidierungsphase der Automobilindustrie wird das sichtbar. Was in guten Zeiten quersubventioniert wurde, steht jetzt ohne Deckung da. Die Frage "Welche Varianten finanzieren uns wirklich?" ist für viele Unternehmen gerade brennend aktuell.

Woran erkennt man den Kipppunkt? Entwicklungsprojekte dauern immer gleich lang, egal wie viel Erfahrung das Team hat. In Einkauf, Qualitätssicherung und Logistik fehlen Ressourcen, weil die Lieferantenbasis mit jeder Variante gewachsen ist, viele davon unreif, wenige davon wirtschaftlich.

Das eigentliche Problem zeigt sich erst in den Zahlen. Die Wal-Kurve macht es sichtbar: 20% der Varianten generieren 150 bis 300% des Gewinns. Der Rest ist wertneutral oder vernichtet Wert. Das ist kein Randphänomen, es ist das strukturelle Ergebnis unkontrollierter Variantenvielfalt.

Was hilft: eine Komplexitätsstrategie, die Vielfalt aktiv steuert. Und Reduktion in großen Schritten, nicht in kleinen. Wer einzelne Varianten herausverhandelt, verstärkt das Muster. Wer eine ganze Komponentengeneration ablöst, bricht es.

Drei Fragen, die dabei fast immer kommen:

„Welche streichen wir, ohne Kunden zu verlieren?" Die Whale Curve beantwortet das, nicht Bauchgefühl, sondern Profitabilitätsanalyse.

„Der Vertrieb verkauft jeden Auftrag." Solange Vertrieb an Umsatz gemessen wird und nicht an Deckungsbeitrag, wächst die Vielfalt weiter.

„Wir haben das vor drei Jahren versucht, es hat nicht funktioniert." Fast immer war die Reduktion zu inkrementell. Komplexitätsreduktion erfordert Mut zu großen Schritten.

Die Wal-Kurve allein, d.h. die Analyse, ist nur der erste Schritt. In Kombination mit einem Vollkosten-Ansatz (Total Cost of Ownership) und einem Komplexitätsmanagement gelangt man in den profitablen Bereich und bleibt dort. Sprechen Sie mich an, wenn Sie an den Methoden und Modellen interessiert sind.

Hier anfragen

Zurück